Material fürs draußen malen: Was ich für unterwegs einpacke
So packe ich meine Kunstmaterialien für draußen
Wenn ich draußen male, packe ich nur das ein, was sich für meine Arbeitsweise wirklich bewährt hat. Wichtig ist für mich eine Auswahl, die tragbar bleibt, sich flexibel einsetzen lässt und mir genug Optionen offenhält.
Ob ich mit dem Fahrrad losfahre oder für mehrere Tage woanders arbeite: Ich möchte beweglich bleiben und trotzdem genug dabeihaben, um vor Ort gut arbeiten zu können.
Hier zeige ich dir, welches Material ich für unterwegs einpacke und was sich draußen für mich bewährt hat.
1. Malmaterial für unterwegs –
leicht und vielseitig
Für die Arbeit vor Ort nehme ich eine reduzierte Auswahl an Acrylfarben mit – Farben, die eine gute Mischbasis bilden, plus einige besondere Töne, die ich gerade gerne mag. Diese Töne mische ich mir eventuell vorher an und fülle sie in keine Dosen mit Schraubdeckel.
Das Mindest-Mal-Gepäck:
- Basis-Farben zum Mischen, z. B. Titanweiß, Ultramarin, Gelb, Magenta (oder Alizarin), Paynes Grey (oder Schwarz) – (kleine Tuben)
- Ein paar Naturtöne, z. B. ein Grünton, Ocker, Siena gebrannt, … (kleine Tuben)
- Pinsel in unterschiedlichen Größen, mindestens ab Größe 10,
dazu große Baumarktpinsel - Papier und Skizzenbuch
- eine kleine Mischpalette und/oder Plastikschälchen
- ein alter Lappen oder Küchentücher
- Tape und Klammern gegen Wind
- etwas Wasser, um den Pinsel sauber zu wischen
Als Maluntergründe verwende ich günstiges Zeichenpapier (200 g) für schnelle Studien sowie festeres Aquarellpapier oder Mixed-Media-Papier ab etwa 250 g. Mehrere Formate dabeizuhaben ist sinnvoll.
Im Skizzenbuch arbeite ich meist nur für Studien, sonst lieber auf losen Blättern. So kann ich Serien anlegen oder mehrere Blätter parallel bearbeiten – auch wegen der Trockenzeit.
2. Gestische Linien und Zeichenmaterial für unterwegs
Auch wenn mein Fokus unterwegs nicht auf dem klassischen Zeichnen liegt, habe ich immer ein paar Zeichengeräte dabei, mit denen ich schnell reagieren und etwas festhalten kann, z. B. Fineliner, Tusche und Bambusfeder (oder gefundene Stöckchen), Brushpens, Neocolor-Wachskreiden und Acrylmarker.
Linien, die vor Ort entstehen, helfen mir, schnell und frei auf einen Moment zu reagieren. Daraus kann schon draußen Malerei entstehen – oder die Zeichnung geht später im Atelier in eine malerische Arbeit über.
3. Outdoor-Ausrüstung:
Was man sonst noch braucht
Ein paar praktische Dinge sind natürlich auch nötig: ein klappbarer Hocker und/oder eine Sitzmatte, ein fester Malblock oder ein leichtes Board als Unterlage, eine Mappe für fertige Arbeiten, Sonnenschutz, Regenjacke, Trinkflasche und eine stabile Tasche (eine Fototasche ist ideal) oder ein Rucksack.
Wenn diese Dinge gut organisiert sind, habe ich einen guten Workflow und kann arbeiten, ohne ständig improvisieren zu müssen.
4. Zusätzliches Material,
wenn ich auf Reisen auch ein Atelier zur Verfügung habe
Wenn ich für mehrere Tage unterwegs bin und vor Ort zusätzlich einen Arbeitsplatz oder ein Atelier habe – wie bei der Malreise in Burgund –, plane ich anders. Dann brauche ich mehr als nur leichtes Gepäck fürs Malen unterwegs.
Dazu gehören Collagematerial und Kleber, größere Papierformate – gerollt oder gefaltet –, Cutter, Lineal, eine Schere, Malerkrepp und eventuell einige vorbereitete Papiere.
Draußen entstehen oft erste Studien, lose Bildideen oder zeichnerische Spuren. Auch im Atelier vor Ort kann ich daran weiterarbeiten, Formate verändern, Papier kombinieren und einzelne Ansätze weiterentwickeln. Diese Verbindung aus draußen arbeiten und im Atelier weitergehen ist für mich ein wichtiger Teil des Prozesses.
5. Naturwerkzeuge und besondere
Mark-Making-Tools
Nicht alles, womit ich draußen arbeite, ist klassisches Malmaterial. Manche Werkzeuge nehme ich mit, andere bastele oder finde ich erst vor Ort. Gerade solche Naturwerkzeuge oder zweckentfremdeten Mark-Making-Tools bringen oft Spuren hervor, auf die ich mit Pinsel oder Stift allein nicht gekommen wäre.
Dazu gehören zum Beispiel Fundstücke, einfache Alltagsmaterialien oder besondere Werkzeuge, die andere Linien, Rhythmen und Oberflächen ermöglichen. Einige davon habe ich aus Japan mitgebracht, andere ergeben sich unterwegs ganz von selbst.
Mark Making
Solche Werkzeuge nutze ich nicht als Effekt, sondern um direkter und offener auf einen Ort reagieren zu können. Manche kommen schon draußen zum Einsatz, andere erst später bei der Weiterarbeit im Atelier.
Pleinair und Atelierarbeit im Burgund
Genau diese Verbindung aus draußen malen und im Atelier weiterarbeiten ist auch die Grundlage meiner Malreise ins Burgund.
Im August bin ich zwei Wochen dort: eine Woche für den Malkurs und eine weitere Woche zum freien Arbeiten. Wir werden draußen arbeiten, Orte erkunden und die entstandenen Ansätze im Atelier weiterentwickeln.
Wenn dich das anspricht, findest du hier mehr zur Malreise:
Hier geht’s zur Malreise → .
Wenn du dir einen schnellen Überblick verschaffen willst, findest du hier meine Packliste fürs draußen malen – für den Kurs oder wenn du für dich losziehen möchtest.
Meine Packliste fürs draußen malen
- eine kleine Auswahl Acrylfarben plus Titanweiß
- günstiges Papier für Studien und stärkeres Papier für größere Arbeiten
- ein einfaches Skizzenbuch
- Pinsel in verschiedenen Größen, gern auch ein breiter Baumarktpinsel
- Bleistift, Wachskreiden oder anderes Zeichenmaterial
- Mischpalette, Wassergefäß, Sprühflasche, Lappen oder Küchentücher
- Tape, Klammern und eine feste Unterlage
- Rucksack oder Tasche, Mappe für fertige Blätter
- Hocker oder Sitzunterlage
- Sonnenschutz, Regenjacke und Wasserflasche
Was nimmst du mit, wenn du unterwegs malst?
Welche Materialien dürfen in deiner Tasche nicht fehlen?
Schreib es mir gern in die Kommentare oder per Mail – ich freu mich auf den Austausch.













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